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Lehren und Lernen in 3D

Kathrin Kochs|6. Oktober 2020

Im Rahmen der Strategischen Initiative «FHNW Learning Spaces» führen wir aktuell das Vor-Projekt «Kollaborative 3D-Umgebungen – immersive Lernumgebungen für die Lehre. Simulation – Erleben – Interaktion» durch. Mit dem Projekt stellt die FHNW Dozierenden und Wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen der Hochschule eine erlebbare Praxis für das Lernen und Lehren in einer webbasierten 3D-Umgebung zur Verfügung.

Die kollaborative 3D-Umgebung – hier AULA – ermöglicht den Nutzer*innen eine synchrone Anwesenheit in neuer Form.

AULA: Avatare, virtuelle Personen, im Freien, wenden sich in Richtung einer (ebenfalls virtuellen) Sprecherin.

Eine kollaborative 3D-Umgebung wird beschrieben als ein virtueller/webbasierter Raum, „in dem sich die Benutzer mittels ihrer virtuellen Repräsentanten bewegen können. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Multi User Virtual Environments (MUVEs): Virtuelle Räume, in denen sich eine Vielzahl von Benutzern gleichzeitig aufhalten und in Echtzeit interagieren können“ (Müller & Leidl, 2007, S. 137).

Eine Lernumgebung, die sich als eine computergestützte webbasierte Umgebung darstellt, ermöglicht ein Immersionserleben, welches durch die Begegnung der Teilnehmenden in Form von Avataren und deren selbstständigem Handeln in der Umgebung erzeugt wird.

AULA: Konferenzteilnehmer als Avatare in einer Art Konferenzraum

Die Immersion, also das Eintauchen – hier in die 3D-Lernräume – erlaubt einen hohen Grad an Interaktion und wirkt so gewinnbringend für das digitale Lehren und Lernen. Die 3D-Umgebung kann als eine Art Konferenztool eingesetzt werden. In einer üblichen Videokonferenz sind die Anwesenden lediglich als «Talking Heads» sichtbar. Durch eine Repräsentation der Teilnehmer*innen als Avatare entsteht jedoch eine neue «Leiblichkeit».

Das Projekt hat zum Ziel, interessierten Personen der FHNW die Möglichkeit zu geben, erste Erfahrungen in einer immersiven 3D-Lernumgebung zu sammeln und mögliche Lern-/Lehrsettings sowie Coaching-Szenarien zu entwickeln und ggf. durchzuführen. Schon über 20 Dozierende und Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen haben die 3D-Umgebung bis Ende September 2020 kennenlernen können – weitere Weiterbildungen folgen in den kommenden Wochen! Einige der Weiterbildungsteilnehmer*innen werden die 3D-Umgebung in ihren Lehrveranstaltungen, bei Teamanlässen oder in Weiterbildungen der FHNW noch in dieser Projektphase anwenden. Diese ersten Praxiserfahrungen werden evaluiert und überdies erste Lern-/Lehrsettings bzw. Ideen für den weiteren Einsatz an der FHNW entwickelt.

Falls Sie neugierig geworden sind und Interesse haben noch in diesem Jahr an dem Projekt teilzunehmen oder sich als interessierte Person für das Jahr 2021 melden möchten, teilen Sie dies gerne jederzeit Kathrin Kochs mit. Im November 2020 folgt ein weiteres Weiterbildungsangebot über die Fachstelle Digitales Lehren und Lernen namens „FHNW Open Hours 3D-Learning Spaces“ in welchem Sie die 3D-Umgebung als Besucher*in kennenlernen können.

Die FHNW bietet den Mitarbeiter*innen, die in der Lehre und/oder Weiterbildung tätig sind, mit diesem Vorprojekt eine innovative Möglichkeit des digitalen Lernens und Lehrens und legt somit die Basis, um eine Weiterführung des Projektes für das Jahr 2021 auf den Weg zu bringen.


Müller, A., & Leidl, M. (2007). eLearning in der dritten Dimension. Ein Seminar zwischen Web 2.0 und virtuellen Welt. In M. Merkt, K. Mayrberger, R. Schulmeister, A. Sommer, & I. van Berk, Studieren neu erfinden – Hochschule neu denken (S. 136-145). Münster – New York – München – Berlin: Waxman Verlag GmbH.

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