Überblick: Webbasierte Lehr-/Lernszenarien

Distance Learning

«Distance Learning» ist als Oberbegriff eines Lehr-/Lernsettings zu verstehen, welches ausschliesslich „online“ stattfindet; d.h. Lernen/Lehren über eine gewisse Distanz, ohne «face-to-face» in physischer Anwesenheit oder Präsenz.
Die Hauptunterscheidung liegt hier – wie im Intranet der FHNW ausgeführt – in synchroner und asynchroner Kommunikation oder in einer sequenziellen Mischung bzw. Kombination beider Kommunikationsformen.

Kerntools: LMS Moodle und Videokonferenzsysteme bspw. Webex (mit der Option von BreakOut-Sessions)

Angereichertes Distance Learning

Damit Studierende die Möglichkeit haben, mit ihrer Hochschullehrperson in einen Face-to-Face-Austausch zu gelangen (kein Ersatz für die Lehrveranstaltung), offerieren Sie Sprechstunden mit Anmeldefenstern zu spezifischen Zeiten vor Ort. An der PH FHNW bspw. auf dem CBW, in Solothurn oder auf dem Campus Muttenz und gestalten Sie die LV ansonsten als Distance Learning.

Kerntool: LMS Moodle

Distance Learning als Online-Flipped

Eine Veranstaltung wird im Sinne von Distance Learning als Flipped / Inverted Classroom realisiert (synchron & asynchron), wobei man sich nicht in Face-to-Face-Präsenz zum Austausch trifft, sondern bspw. im Rahmen einer Videokonferenz, d.h. die Veranstaltung folgt gesamthaft einem (webbasierten) Online-Setting. Es werden seitens der Lehrperson verschiedene Online-Materialien (Videos, Learning Nuggets, Lernfilme, Texte etc.) und bspw. Quizzes (Self-Assessments) zur Verfügung gestellt. Ferner können Online-Sprechstunden individuell oder für Gruppen angeboten werden.

Kerntools: LMS Moodle, Videokonferenzsysteme bspw. Webex (mit der Option von BreakOut-Sessions) und SWITCHtube

Split Class Blended Learning

Damit Studierende oder WB-Teilnehmende die Möglichkeit haben, mit ihrer Hochschullehrperson in einen Face-to-Face-Austausch zu gelangen, teilen Sie Ihre Studierenden/Teilnehmenden in kleinere Gruppen auf. Sie sind nunmehr gefordert, eine bestmögliche „gleiche“ Lehrveranstaltung oder Weiterbildung für bzw. 2 Gruppen – im Normalfall – eine Seminargruppe zu organisieren.

Didaktisch sind hier sowohl Aspekte des Distance Learning als auch des Blended Learnings zu beachten. Die organisatorischen Herausforderungen (wie Gruppeneinteilung und Präsenzzeiten) sollten in der ersten Woche abgeschlossen sein.

Kerntool: LMS Moodle

Hybrid Learning

Der Begriff „Hybrid Learning“ avanciert aktuell, d.h. unten den Corona-Schutzmassnahmen im deutschsprachigen Raum, zu einer besonderen Prominenz:
Als «Hybrid Learning» wird eine spezifische Form der Gestaltung der Präsenzlehre bezeichnet. Im Rahmen der im „Hybrid Learning“ Format durchgeführten Veranstaltungen sind Studierende oder Teilnehmende in physischer Präsenz anwesend und parallel dazu von „remote“ bspw. „zu Hause“ verbunden – sprich: synchrone Präsenzlehre mit Teilnehmenden vor Ort und remote.

Die synchronen parallelen Settings (Präsenz & remote) können entweder wöchentlich durchgeführt werden oder sie werden als „Präsenzphasen“ zwischen asynchronen „Online-Phasen“ konzeptioniert.

Dieses Remote- und Live-Setting bedarf eines hohen Aufwandes bezüglich Organisation, Planung und eine professionellen Kommunikations- bzw. Moderationskompetenz sowie technologisches Know-How.

Die Veranstaltung kann ferner ggf. aufgenommen werden (Recording) und via SWITCHtube zur Verfügung gestellt werden.


ACHTUNG: Diese Mischung deutet weder auf «Hybrid Education» noch «Blended Learning» (zum Beginn des Diskurses rund um Blended Learning wurde auch der Begriff Hybride Lernarrangements (Kerres, M.) verwendet (vgl. Reimer, R (2004), doch dieser unterscheidet sich von dem aktuellen Diskurs) hin!

Kerntools und Schulungstermine (Geräte-Know-how):

Angereichertes Hybrid Learning

Entspricht der Umsetzung von Hybrid Learning (HL) unter den Bedingungen des Schutzkonzepts der FHNW

  • Sprechstundenmodell: HL wird durch ein Sprechstundenangebot in Präsenz angereichert. Damit Studierende oder WB-Teilnehmende die Möglichkeit haben, mit ihrer Lehrperson in einen Face-to-Face-Austausch zu gelangen, offerieren diese Sprechstunden mit Anmeldefenstern zu spezifischen Zeiten vor Ort. An der PH FHNW bspw. auf dem CBW, in Solothurn oder auf dem Campus Muttenz und gestalten Sie die LV ansonsten als Hybrid Learning.
  • Tutoratsmodell: HL wird durch kleine Übungsgruppen angereichert.
  • Gruppenarbeitsmodell: Neben der HL-Veranstaltung werden Gruppenarbeiten in Kleingruppen und in Präsenz durchgeführt.
  • Präsenz vor Ort (Campus) wird auf Kleingruppen beschränkt.
  • Lehrperson ist physisch anwesend oder ebenfalls remote (falls Teil der Risikogruppe).
  • Das Sprechstundenmodell, das Gruppenarbeitsmodell und die Kleingruppen sind auch mit den Tools (Webex, Zoom, Teams) als webbasierte „BreakOut-Sessions“ machbar.

Kerntool: LMS Moodle

Angereicherte Präsenzlehre

Anreicherung der Präsenzlehre durch Bereitstellung begleitender Materialien

  • Files (PDF, Word, etc.) zu den Veranstaltungen werden begleitend online, bspw. auf dem LMS Moodle bereitgestellt.
  • den Kommunikations- und Kooperationsmedien wird eine didaktische Funktion zugewiesen. Über ein LMS wie Moodle können Materialien ausgetauscht, Foren, Wikis und mehr erstellt werden.

Praxistipp – definieren und kommunizieren Sie die didaktische Funktion der ergänzenden Angebote vorab

Kerntool: LMS Moodle

Blended Learning

Integrative Kombination und Verzahnung von Online- und Präsenzphasen

  • Onlinephasen, die durch asynchronität gekennzeichnet sind, sind integraler Teil der Veranstaltung und bieten Raum für u.a. Gruppenaustausch, Übungen, Selbstlernmaterialien, Visualisierungen, interaktive Animationen oder Self-Assessments.
  • Enge Verzahnung der eben asynchronen Online- und synchronen Präsenzphasen durch didaktisch sinnvolle Verknüpfung.
  • Bei den synchronen Präsenzphasen sind alle Teilnehmenden im selben Setting dabei, d.h. alle Studierenden vor Ort in Präsenz im Seminarraum oder im webbasieren Raum einer kollaborativen 3D-Umgebung in Form von Avataren.

Praxistipps

  • die Onlinephasen sind nicht gleichzusetzen mit reinem Selbststudium – sie sind tutoriell zu begleiten
  • Online-Angebote sind nicht optional

Detailliertere Beschreibung: https://www.digitallernen.ch/weiterbildung/blended-learning/

Kerntool: LMS Moodle und Videokonferenzsysteme bspw. Webex (mit der Option von BreakOut-Sessions)

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