Überblick: Medienpädagogische Szenarien – „Digitales Lehren und Lernen“


Lehrveranstaltungen unter Corona-Bedingungen

Sie sollten zusätzlich immer auch Online-Sprechstunden, Kleingruppenmeetings oder individuelle Termine etc. via Videokonferenztool anbieten!
Distance LearningVariante A:
Keine Anwesenheit der GESAMTlernendengruppe am Hochschulstandort in Präsenz möglich.

Hybrid Learning – Variante B:
Möglichkeit der Anwesenheit von TEILlernendengruppen in Präsenz.
zu A: – Distance Learning (Empfehlung der FDL)
– Reine Onlinelehre mit synchronen und betreuten asynchronen Anteilen

zu B: – Hybrid Learning
– Teilgruppen bei synchronen Veranstaltungen vor Ort und betreute asynchrone Anteile
Lehrveranstaltungen unter wechselnden Bedingungen: Semesterstart Corona, dann Post-Corona
Empfehlungen der FDL – siehe auch Hinweise für in der Hochschullehre tätige Personen 1. Bitte beachten Sie die pädagogischen Anfangssituationen zum HS.
2. Vorlesungen als Distance Learning
3. Für neue Studierende (Erstsemester) etwas „eigenes“ entwicklen
Post-Corona: Grundszenarien der Hochschullehre – Angereicherte Präsenzlehre
– Blended Learning
Flipped/Inverted Classrom (spezifisches
Blended Learning Design)
– Hybrid Learning

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Distance Learning als Online-Flipped

Eine Veranstaltung wird im Sinne von Distance Learning als Flipped / Inverted Classroom realisiert (synchron & asynchron), wobei man sich nicht in Face-to-Face-Präsenz zum Austausch trifft, sondern bspw. im Rahmen einer Videokonferenz, d.h. die Veranstaltung folgt gesamthaft einem (webbasierten) Online-Setting. Es werden seitens der Lehrperson verschiedene Online-Materialien (Videos, Learning Nuggets, Lernfilme, Texte etc.) und bspw. Quizze (Self-Assessments) zur Verfügung gestellt. Ferner können Online-Sprechstunden individuell oder für Gruppen angeboten werden.

Kerntools: LMS Moodle, Videokonferenzsysteme bspw. Webex (mit der Option von BreakOut-Sessions) und SWITCHtube

Split Class Blended Learning

Damit Studierende oder WB-Teilnehmende die Möglichkeit haben, mit ihrer Hochschullehrperson in einen Face-to-Face-Austausch zu gelangen, teilen Sie Ihre Studierenden/Teilnehmenden in kleinere Gruppen auf. Sie sind nunmehr gefordert, eine bestmögliche „gleiche“ Lehrveranstaltung oder Weiterbildung für bzw. 2 Gruppen – im Normalfall – eine Seminargruppe zu organisieren.

Didaktisch sind hier sowohl Aspekte des Distance Learning als auch des Blended Learnings zu beachten. Die organisatorischen Herausforderungen (wie Gruppeneinteilung und Präsenzzeiten) sollten in der ersten Woche abgeschlossen sein.

Kerntool: LMS Moodle

Hybrid Learning

Der Begriff „Hybrid Learning“ avanciert aktuell, d.h. unten den Corona-Schutzmassnahmen im deutschsprachigen Raum, zu einer besonderen Prominenz:
Als «Hybrid Learning» wird eine spezifische Form der Gestaltung der Präsenzlehre bezeichnet. Im Rahmen der im „Hybrid Learning“ Format durchgeführten Veranstaltungen sind Studierende oder Teilnehmende in physischer Präsenz anwesend und parallel dazu von „remote“ bspw. „zu Hause“ verbunden – sprich: synchrone Präsenzlehre mit Teilnehmenden vor Ort und remote.

Dieses Remote- und Live-Setting bedarf eines hohen Aufwandes bezüglich Organisation, Planung und eine professionellen Kommunikations- bzw. Moderationskompetenz sowie technologisches Know-How.

Die Veranstaltung kann ferner ggf. aufgenommen werden (Recording) und via SWITCHtube zur Verfügung gestellt werden.

ACHTUNG: Eine blosse Abwechslung von Online- und Offline-Phasen deutet weder auf «Hybrid Learning”, “Hybrid Education” noch «Blended Learning» hin; d.h. die eine Abwechslung von Präsenzphasen mit Doz./WiMis und Phasen des selbstgesteuerten (Online)Lernens (individuelle oder studentische Gruppenarbeiten – Selbststudium) ist kein Blended Learning.
Flipped/Inverted Classroom ist eine Sonderform des Blended Learning (vgl. R. Reimer, S. Isaak (2018): Inverted Classroom and nothing Beyond – ein Modell in Kombination und nicht Addition! In: J. Buchner, C. F. Freisleben-Teutscher, J. Haag, E. Rauscher (Hrsg.): Inverted Classroom. Vielfältiges Lernen. Begleitband zur 7. Konferenz Inverted Classroom and Beyond 2018; FH St. Pölten, 20. & 21. Februar 2018; Brunn am Gebirge: ikon Verlag; S. 187-192. Anschauen (PDF)

Kerntools und Schulungstermine (Geräte-Know-how):

Angereichertes Hybrid Learning

Entspricht der Umsetzung von Hybrid Learning (HL) unter den Bedingungen des Schutzkonzepts der FHNW

  • Sprechstundenmodell: HL wird durch ein Sprechstundenangebot in Präsenz angereichert. Damit Studierende oder WB-Teilnehmende die Möglichkeit haben, mit ihrer Lehrperson in einen Face-to-Face-Austausch zu gelangen, offerieren diese Sprechstunden mit Anmeldefenstern zu spezifischen Zeiten vor Ort. An der PH FHNW bspw. auf dem CBW, in Solothurn oder auf dem Campus Muttenz und gestalten Sie die LV ansonsten als Hybrid Learning.
  • Tutoratsmodell: HL wird durch kleine Übungsgruppen angereichert.
  • Gruppenarbeitsmodell: Neben der HL-Veranstaltung werden Gruppenarbeiten in Kleingruppen und in Präsenz durchgeführt.
  • Präsenz vor Ort (Campus) wird auf Kleingruppen beschränkt.
  • Lehrperson ist physisch anwesend oder ebenfalls remote (falls Teil der Risikogruppe).
  • Das Sprechstundenmodell, das Gruppenarbeitsmodell und die Kleingruppen sind auch mit den Tools (Webex, Zoom, Teams) als webbasierte „BreakOut-Sessions“ machbar.

Kerntool: LMS Moodle

Angereicherte Präsenzlehre

Anreicherung der Präsenzlehre durch Bereitstellung begleitender Materialien

  • Files (PDF, Word, etc.) zu den Veranstaltungen werden begleitend online, bspw. auf dem LMS Moodle bereitgestellt.
  • den Kommunikations- und Kooperationsmedien wird eine didaktische Funktion zugewiesen. Über ein LMS wie Moodle können Materialien ausgetauscht, Foren, Wikis und mehr erstellt werden.

Praxistipp – definieren und kommunizieren Sie die didaktische Funktion der ergänzenden Angebote vorab

Kerntool: LMS Moodle

Blended Learning

Blended Learning – so könnte eine allgemeine Definition lauten – ist eine (medien-)didaktisch professionelle Realisierung der Verknüpfung von Präsenzphasen und moderierten, d.h., durch die Lehrperson begleiteten Online-Phasen unter Einbeziehung verschiedener webbasierter Tools.

  • Onlinephasen, die durch asynchronität gekennzeichnet sind, sind integraler Teil der Veranstaltung und bieten Raum für u.a. Gruppenaustausch, Übungen, Selbstlernmaterialien, Visualisierungen, interaktive Animationen oder Self-Assessments. Die Onlinephasen sind nicht gleichzusetzen mit „Selbststudium“ – die Onlinephasen sind tutoriell zu begleiten! Zudem sind die Online-Kommunikationen/Aufgaben bspw. auf dem LMS Moodle nicht optional.
  • Enge Verzahnung der eben asynchronen Online- und synchronen Präsenzphasen durch didaktisch sinnvolle Verknüpfung. Eine Abwechselung von Online- und Präsenzphasen ist noch kein Blended Learning!
  • Bei den synchronen Präsenzphasen sind alle Teilnehmenden im selben Setting dabei, d.h. alle Studierenden vor Ort in Präsenz im Seminarraum oder bspw. im webbasieren Raum einer kollaborativen 3D-Umgebung in Form von Avataren.

Detailliertere Beschreibung: https://www.digitallernen.ch/weiterbildung/blended-learning/

Kerntool: LMS Moodle und Videokonferenzsysteme bspw. Webex (mit der Option von BreakOut-Sessions).

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