E-Portfolio

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E-Portfolio

Ein E-Portfolio ist die elektronische bzw. digitale Form eines Portfolios. Hierbei werden neue Medien und Tools zur Umsetzung eines bekannten Konzeptes genutzt (vgl. Portfolio-Schule). Angelehnt an das Lerntagebuch oder auch Lernjournal bietet dieses Instrument interessante Möglichkeiten, die Hochschullehre zu verändern und zu optimieren. Insbesondere in der Lehramtsausbildung ist dieses didaktische Setting wertvoll.

Das E-Portfolio bietet die Möglichkeit, sich selbst und die eigenen Lernschritte und Produkte mit Hilfe neuer Technologien darzustellen und über Erfahrungen zu reflektieren. Der Mehrwert einer elektronischen Variante des Portfolios liegt darin, dass der Lernprozess mit Hilfe von IT und Querverbindungen erweitert werden kann. Videos, Hyperlinks usw. können jederzeit eingefügt und geteilt werden. Zudem kann das E-Portfolio immer und an allen verfügbaren Computern bearbeitet und je nach zugeteiltem Leserecht von jeder oder jedem eingesehen werden. Mit der Kommentarfunktion können die Leser/-innen Feedback geben.

Als theoretische Annäherung entwickelten u.a. Peter Baumgartner und Klaus Himpsl-Gutermann, basierend auf vorherigen Analysen, drei Portfolio-Grundtypen (Reflexionsportfolio, Entwicklungsportfolio, Präsentationsportfolio) mit zwei weiteren Unterscheidungsmerkmalen (Eigentum und Orientierung). Weiterführende Informationen finden Sie zum einem auf der Website zum E-Portfolio der Donau-Universität Krems, zum anderen können Sie die Mitglieder der Schweizer SIG ePortfolio nach Einsatz und Erfahrungen fragen.

Die Einführung einer Portfolio-Software steht im Kontext der Kultur einer reflexiven Lernpraxis. Portfolios sind die zentrale Gestaltungsform von solch einer reflexiven Praxis. Als Hochschulkultur ermöglicht diese nicht nur eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Studierenden im Studium, sondern auch eine Steigerung der Lehrqualität (vgl. Gerd Bräuer 2014). Sowohl der Einsatz von Portfolios in der Arbeit mit Studierenden (bei Praktika, Reflexionsseminaren, Mentoraten etc.) als auch die Perspektive von Lehrportfolios für die Lehrenden der Hochschule bieten sehr gute Reflexions- und Entwicklungsmöglichkeiten für die Mitglieder einer Hochschule.

SWITCHportfolio

Für Dozierende, Mitarbeitende und Studierende wurde seitens des SWITCH-Stiftungsrates die technische Realisierung von SWITCHportfolio beschlossen. Somit haben alle Hochschulangehörigen die Möglichkeit, dieses elektronische Portfolio-Tool zu nutzen. Es handelt sich hierbei um die E-Portfolio-Umgebung Mahara.

Um zu Ihrem SWITCHportfolio zu gelangen, ist zuerst ein Login auf Moodle erforderlich, danach erhalten Sie Zugriff auf Ihr Portfolio.

Weitere Tipps & Informationen

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Das eigene Lernen „managen“ – der Einsatz der E-Portfolio-Plattform Mahara an der PH Heidelberg
Langtext im Portalbereich Lehrszenarien auf e-teaching.org (Stand 16.03.2016). Reiter, Melanie (2016) Online (PDF)

E-Portfolios für das lebenslange Lernen. Konzepte und Perspektiven
Bielefeld: WBV (Erwachsenenbildung und lebensbegleitendes Lernen Forschung und Praxis, Band 22). Elsholz, Uwe; Rohs, Matthias (Hg.) (2014)

E-Portfolio an der Schnittstelle von Studium und Beruf
Münster: Waxmann (Medien in der Wissenschaft, 63). Miller, Damian; Volk, Benno (2013)

E-Portfolios in der universitären Weiterbildung – Studierende im Spannungsfeld von Reflexivem Lernen und Digital Career Identity
Boizenburg: Verlag Werner Hülsbusch (E-Learning). Himpsl, Klaus (2012)

Neue Medien und individuelle Leistungsdarstellung. Möglichkeiten und Grenzen von ePortfolios und eAssessments
In: Medienpädagogik – Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung (18). Zürich: Pädagogische Hochschule. Zürich: Pädagogische Hochschule. Witt, Claudia de; Czerwionka, Thomas (Hg.) (2009-2010) Online