Videoaufzeichnungen für die Hochschullehre

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Das Aufzeichnen einzelner Lehrveranstaltungen (E-Lectures) oder Erstellen kürzerer Videosequenzen gewinnt in der Hochschullehre zunehmend an Bedeutung. Während vor einigen Jahren noch viel und zum Teil teures Equipment für professionell gestaltete Videoaufzeichnungen notwendig war, bieten heute gängige mobile Endgeräte und entsprechende Software die Möglichkeit, einfach und effizient Videos aufzuzeichnen und zu publizieren. In unseren Beratungen stellen wir fest, dass sowohl Hochschullehrende als auch Studierende mit der Fülle an verfügbaren Tools überfordert sind und oftmals nicht wissen, welche Möglichkeiten ihnen als Hochschulangehörige zur Verfügung stehen.

Dieser Beitrag stellt im Sinne eines Erfahrungsberichtes dar, welche Arten von Videoaufzeichnungen in der Lehre anzutreffen sind und zeigt auf, mit welchen Tools und Funktionen Hochschullehrende sowie Studierende in der Schweiz Videos verfügbar machen können.

Videos erstellen

Die Gründe für das Erstellen und Bereitstellen von Filmen im Rahmen der Hochschullehre sind vielfältig. Bei der Aufnahme von Lehrveranstaltungen oder auch kürzeren Beiträgen gibt es ausgehend von medienpädagogischen Perspektiven einige wichtige Aspekte, die es zu beachten gilt. Vorab ist zu klären, mit welchem didaktischen Ziel eine Videoaufzeichnung oder ein (Lern-)Film zur Verfügung gestellt werden soll. Letztendlich sollte der Lern- und Reflexionsprozess von Studierenden positiv unterstützt werden. So können bspw. ein Mitschnitt einer Veranstaltung mit präsenten Teilnehmenden oder auch einzelne Videosequenzen zur Vorbereitung oder (zur) Nachbereitung auf eine Präsenzveranstaltung (vgl. mit den Überlegungen zum Konzept des Inverted Classroom / Flipped Classroom) sehr sinnvolle Ergänzungen für die Lehrveranstaltungen sein.

Widulle (2015) unterscheidet in seinem empfehlenswerten Videovortrag (aufgezeichnet als Webinar mit SWITCHinteract) zwischen 4 Arten von Videoaufzeichnungen, die im Folgenden mit einigen Beispielen aus der Lehr- und Weiterbildungspraxis untermalt werden. Gleichzeitig zeigen wir den Gestaltungsspielraum auf, den Hochschullehrende mit den für sie frei verfügbaren Tools haben.

Bei den ersten beiden Genres steht die Wissensvermittlung im Zentrum der didaktischen Anforderung. In diesem Zusammenhang ist insbesondere auf eine passende und anschauliche Visualisierung der zu vermittelnden Inhalte zu achten. Für eine erfolgreiche Aufnahme ist darüber hinaus die Qualität des Tons bzw. Mikrofons ausschlaggebend. Bei längeren Aufzeichnungen sollte man betonter und zum Teil langsamer als üblich sprechen sowie ein qualitativ hochwertiges Mikrofon einsetzen. Für Personen, die häufiger Vorträge etc. aufzeichnen, empfiehlt es sich eine entsprechende Weiterbildung (Stimmtraining, Rhetorik etc.) zu besuchen.

Tutorial

Didaktisch: Tutorials können kürzere Lernsequenzen von bis zu 20 Minuten sein, die sich insbesondere zur Vor- und Nachbereitung und Wissensvermittlung in Kombination mit Präsenzterminen eignen sowie eine Diskussion, Reflexion und Vertiefung der Wissensinhalte fördern. Dies wiederum kann durch den Lehrenden bspw. auf dem Learning Management System (LMS) Moodle in Form einer Forendiskussion moderiert werden. Das unter dem Begriff Flipped Classroom oder Inverted Classroom bekannte didaktische Konzept eignet sich sowohl für wöchentlich stattfindenden Lehrveranstaltungen (LV) als auch im Rahmen von LV im Blended Learning Design.

Technisch: Mit dem Video-Conferencing-Tool Adobe Connect, das den meisten Schweizer Hochschulangehörigen unter der Bezeichnung SWITCHinteract zur Verfügung steht, können Sie sehr unkompliziert Videosequenzen aufnehmen, abspeichern und einem bestimmten Personenkreis zur Verfügung zu stellen. Auch die Übertragung in Echtzeit (sog. Streaming) ist mit Hilfe dieses Tools möglich. Zudem haben Sie die Möglichkeit, mit den Teilnehmenden der Video-Conference mittels Chat und anderen Aktivitäten zu interagieren.

Mehr Informationen zu SWITCHinteract finden Sie auf der Website der Fachstelle.

Wenn es darum geht, kurze Erklärvideos zu erstellen (maximal 10 Minuten), gibt es ein Angebot an verschiedener Screencast-Software. Hierbei steht zumeist nicht die Aufzeichnung des inhaltlichen Beitrags einer Lehrperson, einer vortragenden Person im Vordergrund, sondern mit Hilfe des Screencasts wird in optimaler Form der eigene Bildschirm abgefilmt. Die Software bietet zudem grafische Elemente zur Aufzeichnung der (Maus-)Bewegungen und das Hinzufügen von Audio-Kommentaren an. Wir verwenden bspw. die Screencast-Software Camtasia bei unseren Moodle-Tutorials, hier erklären wir die Handhabung eines Produktes, des LMS Moodle.

Beispiele:

Videolecture (E-Lectures)

Didaktisch: Eine Lehrveranstaltung, die in Präsenz stattfindet, wird vollständig aufgezeichnet und anschliessend der gesamten Studierendengruppe oder bspw. denjenigen Personen zur Verfügung gestellt, die nicht anwesend waren. Das blosse Mitschneiden einer 1,5-stündigen Vorlesung sollte sehr gut begründet sein und zwingend tutoriell begleitet werden. Als eine geeignetere Form haben sich die sogenannten Learning Nuggets erwiesen, auch unter dem Begriff Microlearning bekannt. Hierbei handelt es sich um Beiträge, die bis zu max. 20 Minuten andauern und in sich eine möglichst abgeschlossene Einheit bilden.

Didaktisch sinnvolle „Unterbrüche“ sollten bei E-Lectures in jedem Falle berücksichtigt werden, wie z.B.:

  • Alternative Aktivitäten für nicht präsente Teilnehmende, z.B. als Auftrag im LMS.
  • Gut lesbare Folien, die auch für nicht präsente Teilnehmende nachvollziehbar sind.
  • Hyperlinks auf Folien sollten klickbar sein, evt. unterstützt mit QR-Codes, die den unkomplizierten Zugriff auf Websites erlauben. Wichtige Hyperlinks sollten den Studierenden aber auch separat zur Verfügung gestellt werden.
  • Kamera und (Steh-)Pult sinnvoll positionieren und Bewegungskreis des/der Referent/in klein halten.

Technisch: Für die Aufzeichnung einer ganzen Lehrveranstaltung, die evt. mit präsenten Teilnehmenden stattfindet, muss eine entsprechende qualitativ hochwertige Infrastruktur zur Verfügung stehen: Kamera(s), Stativ, Aufnahmegerät mit Software, Dozierenden- und Raummikrofon, Verkabelungen etc.. An der PH FHNW steht derzeit kein entsprechendes Material zur Ausleihe zur Verfügung.

Beispiele: 

Role-Play Video / Video Demonstration

Didaktisch: Im Rahmen ihrer Ausbildung haben Studierende oftmals den Auftrag kürzere Videosequenzen aufzunehmen. Dies können beispielsweise typische Beratungssituationen oder Rollenspiele sein, Situationen in der schulischen Praxis, Aufnahmen von sich selbst etc.

Technisch: Die heute gängigen mobilen Endgeräte wie Smartphones und Tablets haben qualitativ hochwertige Kameras integriert, mit welchen sich problemlos einzelne Videosequenzen aufzeichnen lassen. Es gibt zudem Halterungen für diese Geräte, die das Aufzeichnen erleichtern. Bei Aufzeichnungen, die im kleinen Rahmen stattfinden (bspw. Situation mit 2-3 sitzenden Personen) reicht das in diesen Geräten integrierte Mikrofon aus. Dabei sollte man sich stets vergewissern, dass das Gerät möglichst nahe bei den Personen platziert ist. Wenn die Nähe nicht möglich ist,  sollte, ein kabelloses Bluetooth-Mikrofons für die redende Person angeschlossen werden. Für die Aufzeichnung einzelner Situationen, die nicht weiter bearbeitet werden müssen, reicht die normale Kamerafunktion des Smartphones/Tablets aus. Müssen verschiedene Situationen aufgezeichnet und anschliessend zusammengeschnitten werden, empfiehlt sich die Nutzung eines entsprechenden Video-Editors wie bspw. die App iMovie für iOS oder WeVideo für Android. Mit Hilfe dieser Apps lassen sich Videos recht einfach schneiden und bearbeiten, indem bspw. Musik, Untertitel oder Kommentare unterlegt werden.

Videos publizieren mit SWITCHtube

Die Dateigrösse von Videos ist nicht zu unterschätzen. Auch schon kürzere Videoaufnahmen können mehrere 100 MB gross sein. Dies erschwert es, Videodateien per Mail auszutauschen. Im LMS Moodle der FHNW ist eine Uploadgrenze von Dateien bis zu 150 MB voreingestellt. Als Plattform für die Bereitstellung von Videoaufzeichnungen eignet sich SWITCHtube. Im Gegensatz zu bekannten Videoplattformen sind in SWITCHtube Abstufungen bei den Zugangsrechten möglich und die Aufzeichnungen sind auf einem schweizerischen Server gespeichert. Damit Sie SWITCHtube nutzen können befolgen Sie bitte die hier beschriebenen Schritte.

In der Regel stellen die Studierenden, die im Rahmen der Lehre erstellten Videos/Filme, mindestens dem/der Hochschullehrenden zur Verfügung (z.B. zur Bewertung) oder der gesamten Gruppe (z.B. zum gegenseitigen Kommentieren). Klären Sie mit Ihren Studierenden vorab, wo und wie dies gemacht werden soll, sodass Sie als Lehrende/r möglichst wenig Aufwand haben. Ihre Studierenden können die erstellten Videos auf der Videoplattform von SWITCHtube in einem eigenen Channel ablegen (das Einrichten eines eignen Channels ist für alle Angehörige der FHNW ohne zusätzliche Rechte möglich).

Zudem ist es sehr wichtig, die Nutzungsrechte von Videoaufzeichnungen zuvor klar zu regeln, überdies sind die Studierenden darauf hinzuweisen, dass die Videos ggf. nicht weiter publiziert werden dürfen. Bei Videos, die öffentlich publiziert werden, ist auf die entsprechenden Lizenzbedingungen zu achten, wenn beispielsweise Fotos auf Präsentationsfolien abgebildet sind. Auch sind in jedem Falle Einwilligungserklärungen der gefilmten Personen einzuholen. Diese müssen im Sinne des Persönlichkeitsrechtes darüber informiert werden, wie und zu welchem Zweck die Aufnahmen verwendet werden. Minderjährige unterliegen einem besonderen Persönlichkeitsschutz, hier ist immer die Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten einzuholen.

Auf unserer Webseite zum Thema Medien und Recht finden Sie weitere Informationen und Links.

Alle Arten von Aufzeichnungen, die in der Lehre als Lerngegenstand eingesetzt werden, sollten in die entsprechende Lehr- und Lernumgebung der Hochschule integriert werden. Das LMS Moodle der FHNW bietet hierfür die idealen Voraussetzungen. Die Aufzeichnungen werden im Moodle-Kursraum entsprechend eingebettet und mit weiteren Informationen und Aufgaben oder einer Diskussion im Forum angereichert. Somit ist für die Studierenden der rote Faden gut sichtbar und ihr Lernprozess wird optimal unterstützt. Auch hier sollten Sie den Studierenden die rechtlichen Aspekte und Verhaltensweisen klar kommunizieren.

Informationen und Beratungen zur Gestaltung eines Moodle-Kursraums finden Sie auf unserer Website: http://www.digitallernen.ch/veranstaltungen/moodle/

Aufwand und Ertrag aus didaktischer Sicht

Ein Video/Film bietet durch die Verbindung von Bild und Ton zahlreiche didaktische Möglichkeiten. Die in diesem Blogbeitrag beschriebenen Hinweise und Beispiele haben deshalb keinesfalls den Anspruch auf Vollständigkeit, sondern sollen Möglichkeiten aufzeigen, sich mit dem Thema näher auseinanderzusetzen.

Aus didaktischer Sicht zentral bleibt, dass Videos für die Studierenden eine Bedeutung haben müssen, wie auch Frank Vohle, Mediendidaktiker, in einem Podcast auf e-teaching.org informativ ausführt. Das Einsatzszenario von Videos in der Lehre muss also didaktisch sinnvoll überlegt sein. Aus ökonomischer Sicht ist sicherlich anzumerken, dass das Erstellen von Videos, egal welcher Art, mit entsprechendem Aufwand verbunden ist, sowohl aus technischer als auch inhaltlicher Sicht. Dieser Aufwand lohnt sich aber dahingehend, dass der Einsatz von Videos aus mediendidaktischer Sicht den Lernprozess positiv unterstützen und zudem nachhaltig (mehrfach) eingesetzt werden kann, einerseits durch die Vielfältigkeit der rezeptiven Wahrnehmung und andererseits durch Kollaborations- und Interaktionsmöglichkeiten. Die optimale Mischung liegt wie auch beim Aufbau von Präsenz- und Online-Phasen im Einsatz verschiedener mediendidaktischen Möglichkeiten, die sowohl den Lernprozess als auch die Motivation und aktive Teilnahme von Lernenden fördern.

Am 2. November 2015 startet auf e-teaching.org das Themenspecial „Lehren und Lernen mit Videos“. Zahlreiche Erfahrungsberichte geben Einblick in die Video-Praxis von Hochschulen und verschiedene Online-Veranstaltungen beleuchten das Thema aus verschiedenen Perspektiven. Das umfassende Themenspecial dauert bis Februar 2016. 

Ausgewählte Dokumente und Links mit weiterführenden Informationen: 

Videos in der (Hochschul-)Lehre – verschiedene Beiträge. In: Zeitschrift für Hochschulentwicklung 9 (3). Online verfügbar unter http://www.zfhe.at/index.php/zfhe/issue/view/41.

5 Kommentare bis jetzt:

  1. […] Direkt zum Blogbeitrag auf der Website digitallernen.ch. […]

  2. Jonas Kiener sagt:

    Herzlichen Dank für den sehr ausführlichen und differenzierten Beitrag zu E-Lectures. Ich teile grundsätzlich die Meinung, dass didaktische Überlegungen wichtig und sinnvoll sind, wenn es darum geht, Vorlesungen aufzuzeichnen. Dennoch vertrete ich die Ansicht, dass auch andere Kriterien die einfache Aufzeichnung rechtfertigen können.
    Reine Vorlesungsaufzeichnungen, wie wir sie an der Hochschule für Angewandte Psychologie seit rund vier Jahren im kleineren Umfang betreiben, intendieren nicht primär einen didaktischen Mehrwert. Ziel war es zum einen, die Flexibilität im Studium zu erhöhen, und zum anderen, den Studierenden und Dozierenden didaktische Potenziale zu ermöglichen. Die Studierenden haben dank der Mitschnitte eine zusätzliche Möglichkeit, sich auf Prüfungen vorzubereiten, und die Dozierenden können die Aufzeichnungen nutzen, um „moderne“ Lehr-Lern-Szenarien (z. B. flipped classroom) zu realisieren. Die Mehrzahl der Dozierenden und Studierenden nutzen diese Möglichkeiten nicht, sondern empfinden diese Dienstleistung einfach nur als praktisch.

    Die Diskussion über didaktische Mehrwerte in der Medienpädagogik ist manchmal etwas akademisch und alltagsfern. Natürlich bieten viele neue Tools und medienbasierte Dienstleistungen zahlreiche Vorteile und können das Lehren und Lernen bereichern, aber es gibt ebenso viele Nachteile dieser neuen Möglichkeiten. Die verstärkte Ablenkung in Schule und Studium durch den digitalen Medienkonsum oder negative Erscheinungen wie Cypermobbing sind nur die bekanntesten Phänomene dieser negativen Seite der Medien-Medaille. Neben der Frage von potenziellen didaktischen Chancen und Gefahren ist für mich die Frage zentral, welchen Stellenwert das Tool, das Gerät oder die Medien-Dienstleistung in der heutigen Alltagsrealität hat. Vorlesungsaufzeichnungen sind in vielen Hochschulen der westlichen Welt gelebte Praxis. Ich bezweifle sehr, dass Überlegungen zum didaktischen Mehrwert immer ausschlaggebend gewesen sind. Sie werden in naher Zukunft zur Grundausstattung moderner Lehre gehören, wie zum Beispiel die Abdeckung durch WLAN oder die Verfügbarkeit eines Learning-Management-Systems.

    Didaktische Überlegungen sind wichtig – nicht zuletzt für Personen aus diesem Bereich –, aber nicht die allein selig machenden. Aus meiner Sicht sind den Bedürfnissen der verschiedenen Stakeholder, Überlegungen aus Design und Usability, dem Wunsch nach Vereinfachung sowie möglichen Zukunftstrends ebenso Rechnung zu tragen. Nur so können längerfristige und breit akzeptierte medienbasierte Lösungen implementiert werden. Es gibt zahlreiche didaktisch „aufgeladene“ Insellösungen, die den Weg in die breite Bildungsrealität nie gefunden haben. Die Vorlesungsaufzeichnungen erfreuen sich bei uns einer extrem hohen Beliebtheit und werden am Standort Olten zum Jahresende automatisiert und vereinfacht.

    Jonas Kiener
    E-Learning Koordinator Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW

    • Nadja Böller sagt:

      Herzlichen Dank für den ausführlichen Kommentar.
      Wir unterstützen Ihre Hinweise ganz klar. Den Einsatz- und Anwendungsmöglichkeiten von Vorlesungsaufzeichnungen müssen in der (Lehr-)Praxis sicherlich nicht immer ausgereifte didaktische Szenarien zu Grunde liegen. Auch die zeitliche und örtliche Flexibilität der Studierenden kann hier jedoch durchaus als didaktischer Mehrwert verstanden werden. Es bleibt aber dennoch festzuhalten, dass in jedem Fall auf eine qualitativ gute technische Umsetzung zu achten ist (Audio, Folien, Dozierende/r etc.), auch wenn es sich um eine reine Aufzeichnung einer ganzen Präsenzvorlesung handelt. Dies ist ein Aspekt, dem an Hochschulen oftmals noch zu wenig Rechnung getragen wird, sowohl bei der finanzieller Ausstattung als auch in planerisch-organisatorischer Hinsicht.
      Den mediendidaktischen Möglichkeiten von multimedialen Anwendungen sind heute und werden auch in Zukunft durch die rasante technologische Entwicklung kaum (pädagogische) Grenzen gesetzt. Wir befinden uns nach wie vor in einer Phase, wo Vieles noch ausprobiert wird und weiterhin getestet werden soll. Dem gegenüber stehen aber bereits auch schon Modelle und Ansätze in der Mediendidaktik sowie zahlreiche empirische Studien, die uns die Vorteile des Einsatzes digitaler Medien in der Bildung aufzeigen. Der Fokus auf den konkreten Lehr-/Lernkontext sowie die Nachhaltigkeit der Konzepte kann dabei jedoch schnell verloren gehen. Die Verknüpfung von Theorie und Praxis im Sinne einer anwendungsorientierten Forschung ist uns als Pädagogische Hochschule deshalb ein grosses Anliegen.

  3. Nadja Böller sagt:

    Das SKILL (Service- und Kompetenzzentrum für Innovatives Lehren und Lernen) stellt eine Zusammenstellung mit nützlichen Tipps zur Erstellung von Lehrvideos zur Verfügung: http://skill.fhstp.ac.at/kurs-basisinfos-icm/tipps-erstellung-von-lehrvideos/

  4. […] Das Aufzeichnen einzelner Lehrveranstaltungen (E-Lectures) oder Erstellen kürzerer Videosequenzen gewinnt in der Hochschullehre zunehmend an Bedeutung. Während vor einigen Jahren noch viel und zum …  […]

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