„Drohnen, Roboter, Avatare. Künstliche Wesen zwischen Ethik und Ästhetik“

http://radiohchicha.com/?option=Pros-And-Cons-About-The-Stock-Market Pros And Cons About The Stock Market

http://themarketbuzz.net/?option=Binary-Option-Methods-K-Partners-Killer Binary Option Methods K Partners Killer

How Does A Binary Option Broker Make Money Vergleich

Home Based Business And Taxes

Irish Stock Exchange Careers

Binary Options 810 Trading Signals Franco

Binary Option Brokers Accept Paypal Legal Us

Binary Options No Risk Trading Strategies Free Ebook

Binary Options Expiry Time Types

go Forex Trading And Astronomy 2016

Wie sich das Machtverhältnis zwischen Mensch und Maschine in der alltäglichen Gegenwart fortsetzt, illustrieren Bendels Spezialgebiete: Soziale Robotik, Maschinen- und Roboterethik. Dabei tritt das Roboterauto, das moralische Fragen selbstständig beantworten kann und über weite Strecken automatisch fährt, besonders in den Fokus der Aufmerksamkeit. Wie kann eine solche Maschine selbstständig Entscheidungen fällen und in weite Teile des menschlichen Alltags eingreifen?

Oliver Bendel veranschaulicht diese Frage mit einem drastischen Szenario:

Ein autonom gesteuertes Auto fährt auf ein anderes zu, wobei bei ersterem das Bremssystem versagt. Am linken Strassenrand steht der Bürgermeister, am rechten befinden sich drei Kinder. Damit es keinen Zusammenstoss zwischen den beiden Autos gibt, muss das Fahrzeug mit dem defekten Bremssystem ausweichen. Soll es nun den Bürgermeister oder die drei Kinder überfahren? Das Auto reagiert utilitaristisch und wählt den Bürgermeister.

Diese Szene illustriert die hochkomplexe Frage nach Moral im Umgang mit (teil-) autonomen Maschinen. Wie weit darf eine Maschine in das menschliche Leben eingreifen und selbst die „Führung“ übernehmen? In dem geschilderten Beispiel stehen Menschenleben auf dem Spiel, über die eine Maschine die volle Verantwortung übernimmt. An diesem Punkt gibt der Mensch die Kontrolle gänzlich an die Technik ab. Dass das selbstständige Handeln von Maschinen unbeeinflussbar werden kann und die Freiheit des Menschen einschränken kann, gilt es genau abzuschätzen.

Oliver Bendel resümiert, dass Maschinen zwar moralische Entscheidungen fällen dürfen, der Mensch jedoch als letzte Instanz die Entscheidungsgewalt innehaben soll.

Der Experte für Roboterethik plädiert für intelligente, moralisch affine Maschinen, die Gutes bewirken für den Menschen und seine Umwelt.

Hierfür entwickelt Bendel pionierhafte Projekte wie „Cleaningfish“: Ein Schwarm künstlicher Fische wird für den Zweck programmiert, Gewässer  zu säubern und Littering zu beseitigen. Oder er betrachtet die Roboterautos unter ihrem Aspekt der Tierfreundlichkeit und konzipiert selbstständig fahrende Autos, die Tiere auf der Fahrbahn erkennen und gezielte Bremsungen einleiten.

So kommt das sinnvolle, innovative Gestaltungs- und Entscheidungspotential der (teil-)autonomen Maschinen umfassend zum Tragen.

Oliver Bendels Spezialgebiet der Roboterethik ist in dem komplexen Kosmos von künstlichen Wesen, die unseren Alltag aktiv beeinflussen, zentral und überaus wichtig.

Denn ein verantwortungsvoller Umgang mit Technik, der auch die Folgen und Auswirkungen von künstlichen Wesen auf die Gesellschaft bedenkt, ist unabdingbar für ein Zusammenleben von Mensch und Maschine.

Aufs Ganze gesehen gilt es sich stets vor Augen zu führen, dass grossartige Leistungen und fatale Risiken in der Technik nahe beieinander liegen.

So beendete auch Oliver Bendel seinen Gastvortrag mit den Worten:

Vielleicht entweichen aus der Büchse der Pandora tausende Pandoras mit Büchsen, aus denen tausende Pandoras mit Büchsen …

Aber vielleicht wird auch alles gut – zumindest bleibt uns die trügerische Hoffnung.“

2 Comments

  • 16. September 2015 - 11:49 | Permalink

    Prof. Dr. Oliver Bendel wird am 20. September im Radio (hr2 Kultur) zu hören sein: http://maschinenethik.net/?p=1517
    Beitrag als Podcast

  • 15. Juni 2015 - 08:32 | Permalink

    Ein unterhaltsames Referat mit vielen Beispielen aus verschiedenen Spezialgebieten. Schade, dass die ethischen Perspektiven und die Fragestellungen etwas kurz kamen. Davon hatte ich mir mehr erhofft.

  • Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *